Im letzten Winter gab es leider eine böse Überraschung im Mannheimer Hauptbahnhof: Das lebensgroße Jesuskind aus der dort aufgestellten Krippe der Bahnhofsmission wurde gestohlen. Damit die Holzfiguren wieder vollständig sind, schnitzten die Schüler einer Fachschule in Mannheims polnischer Partnerstadt Bydgoszcz an einem neuen Jesuskind.
Rechtzeitig zur ökumenischen Krippenfeier wurde die neue Heiland-Holzfigur geliefert und liegt nun noch bis zum 6. Januar zusammen mit der hölzernen Nachbildung Marias, Josefs und einiger Tiere im Foyer des Mannheimer Hauptbahnhofs. „An diesem Ort der Eile, an dem täglich Tausende von Menschen unterwegs sind, soll die Krippe dazu einladen, Ruhe zu finden und in sich zu gehen“, sagte der Caritasratsvorsitzende und ehemalige Stadtdekan Monsignore Horst Schroff bei der Feier, an der zahlreiche Reisende teilnahmen.
Die Holzfiguren der Krippe stammen aus der polnischen Partnerstadt Bydgoszcz. Sie wurden vor sechs Jahren von einer 12. Klasse im Fachunterricht geschnitzt – mit Ausnahme der neuen Jesusfigur. Neben Maria, Josef und dem Christuskind sind auch der Heilige Franziskus und Mutter Theresa mit von der hölzernen Partie. Roland Knüppel, Leiter der Bahnhofsmission, dazu: „Wir wollten einen moderneren Bezug haben. Mit diesen beiden Figuren können junge Leute erkennen, dass eine Krippe nichts verstaubtes sein muss“. Deshalb finden sich in der Krippe auch keine Ochsen oder Esel, sondern Affen, Schweine, Hunde und Fasane.
( Autor: CARITASVERBAND MANNHEIM E.V. )