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November-Symposium im Theresienkrankenhaus

[ 29.10.2009 ]


Der St. Vincent Hospiz e.V. Förderverein unterstützt das St. Vincent Hospiz in Käfertal seit 2000 sowohl ideell als auch finanziell. Er verfolgt zwei wesentliche Ziele: Zum einen soll die finanzielle Grundlage des St. Vincent Hospizes verbessert werden, das keine auskömmlichen Pflegesätze hat. Zum anderen will er den Hospizgedanken an die Öffentlichkeit bringen, denn Themen wie Krankheit, Sterben und Tod werden zunehmend aus der Gesellschaft verdrängt.
 

Neben Veranstaltungen wie Benefizkonzerten oder Weinfesten veranstaltet der Förderverein auch Vortrags- und Diskussionsveranstaltungen: Am Samstag, 7. November, findet von 9 bis 15 Uhr das diesjährige „November-Symposium“ mit dem Thema „Lebensgeschichten - Sterbegeschichte? – Hospizarbeit heute“ im Festsaal des Mannheimer Theresienkrankenhauses, Bassermannstraße 1, statt.

 

Bei dem Symposium werden Experten verschiedene Vorträge zum Thema Hospizarbeit halten. Die Verantwortlichen sind sehr dankbar, dass es ihnen erneut gelungen ist, namhafte Referenten zu gewinnen: Thema des Vortrages von Prof. Dr. Dr. Reimer Gronemeyer, Professor für Soziologie an der Justus-Liebig-Universität Gießen, ist „Die Last der Erinnerung - wie prägt die Lebensgeschichte einer ganzen Generation das Sterben“ und bildet den Kern des Programms. Hierbei soll der Zusammenhang zwischen den individuellen Lebenserfahrungen und dem Wunsch nach dem Umfeld des eigenen Sterbens behandelt werden. „Oftmals prägen uns frühere Erfahrungen, die wir im Umgang mit dem Sterben gemacht haben. Hat man zum Beispiel erlebt, dass Großeltern zuhause, umgeben von der Familie und Freunden, starben, hegt man den Wunsch, ebenfalls im Kreise der Familie sterben zu können“, erläutert Roland Hartung, „Allerdings ist dies heute kaum noch möglich und Einrichtungen wie Hospize bekommen eine immer größere Nachfrage.“ Thile Kerkovius, Leiter des Hospizes „Maria Frieden“ und einer Pflegeeinrichtung für AIDS-Kranke in Oberharmersbach, wird über die individuelle Begleitung im Hospiz mit der Fragestellung „Siehst Du die Tragik meines Sterbens?“ referieren. Dr. Charlotte Junk, Sozialarbeiterin und Sozialwissenschaftlerin, wird in ihrem Vortrag einen anderen Aspekt aufgreifen: die Spannung bei der Hospizbetreuung zwischen lebendiger, individueller Betreuung und standardisierter Dienstleistung. „Die Pflegeeinrichtungen und somit auch die Hospize müssen bestimmte Standards einhalten, um ein Zertifikat zu bekommen. Charlotte Junk stellt sich die Frage, inwieweit diese standardisierte Betreuung im Konflikt zur individuellen Betreuung steht“, erklärt Beate Köhler, Heimleiterin des Joseph-Bauer-Hauses und Leiterin des Hospizes St. Vincent. Zum Schluss wird es eine Diskussion mit den Referenten geben, die noch einmal das Ausgangsthema „Lebensgeschichten - Sterbegeschichten?“ aufgreifen wird.

 

„Das Symposium, das zum dritten Mall stattfindet, ist eine Erfolgsgeschichte des Fördervereins. Wir laden sowohl Fachleute als auch Interessierte recht herzlich ein“, so Regina Hertlein. Der Eintritt ist frei und Förderverein als auch Caritasverband hoffen auch dieses Jahr auf zahlreiche Besucher.

 

Interessierte können sich kurzfristig noch anmelden. Ein Anmeldebogen findet sich in der unten stehenden pdf-Datei.

( Autor: CARITASVERBAND )



 
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