Am 5. März ist Weltgebetstag der Frauen
Das zentralafrikanische Land Kamerun steht im Zentrum des Weltgebetstags 2010, den Christen in über 170 Ländern am 5. März feiern. In Mannheim, wo Menschen aus rund 160 Nationen beheimatet sind, laden mehr als 20 evangelische und katholische Gemeinden zu ökumenischen Gottesdiensten mit Liedern und Gebeten ein, die Frauen in Kamerun ausgesucht haben. Viele Gemeinden feiern dabei den Gottesdienst im jährlichen Wechsel in der evangelischen bzw. katholischen Kirche und verdeutlichen damit den ökumenischen Gehalt dieses besonderen Tages. An den Gottesdiensten nahmen im letzten Jahr jeweils bis zu 150 Menschen teil.
Als Hinleitung auf den Weltgebetstag laden in Neckarau die Matthäus- und die St. Jakobusgemeinde gemeinsam zur diesjährigen „Ökumenischen Woche“ unter dem Motto „Vereintes Lob hat langen Atem“ ein. Am 2.3., 20 Uhr, findet im Jakobushaus ein Frauenabend mit Bibelarbeit statt, am 3.3. gibt es von 15-17 Uhr einen Seniorennachmittag, um 10.30 Uhr proben die Chöre für den Gottesdienst am 5.3. in der Matthäuskirche. Am 6.3. wird um 19 Uhr in der Matthäuskirche der Stummfilmklassiker „Der müde Tod“ mit Live-Musik aufgeführt. Mit einem Kindergottesdienst, der am 7.3. um 11 Uhr im Matthäus-Gemeindehaus beginnt, endet die Ökumenische Woche.
Kamerun – Afrika im Kleinen
Die Republik Kamerun ist etwa so groß wie Schweden und wird wegen ihrer landschaftlichen und kulturellen Vielfalt „Afrika im Kleinen“ genannt. Das Land mit seiner 400 km langen Atlantikküste hat schwarze Vulkansandstrände und noch ursprünglichen Regenwald, Mangrovensümpfe und Hochgebirge, Seen und Sahelzone. Die 18 Millionen Menschen verteilen sich auf mehr als 200 verschiedene Ethnien. Die offizielle Sprache in dem ehemaligen „Deutschen Schutzgebiet“ (1884-1918) ist Französisch oder Englisch. Naturreligionen sind in der Bevölkerung ebenso verwurzelt wie der islamische Glaube, dem 20% der Bevölkerung angehören, und das Christentum, zu dem sich 50 % der Einwohner bekennen (je zur Hälfte evangelisch und katholisch). Religiöse oder ethnische Konflikte sind selten, dafür ist die Korruption in dem tief zwischen Arm und Reich gespaltenen Land ein großes Problem. Über die Hälfte der Menschen in Kamerun lebt unter der Armutsgrenze.
Für viele gibt es außer der beeindruckenden Landschaft im alltäglichen Leben kaum etwas zu loben und zu priesen. Und doch laden die Frauen aus Kamerun ein zum Lobe Gottes, der ihnen das Leben geschenkt hat und ihnen den Atem gibt, mit dem sie immer wieder neue Hoffnung schöpfen und Kraft finden. Weitere Informationen unter www.weltgebetstag.de.
Der Weltgebetstag, die weltweit größte ökumenische Basisbewegung von Frauen, wird stets am ersten Freitag im März gefeiert. Er versteht sich als „Fenster zur Welt“ und thematisiert alljährlich die Situation von Frauen in einem bestimmten Land. Das diesjährige Bildmotiv „Lob dem Ewigen“ stammt von der Künstlerin Reine Claire Nkombo, Kamerun.
Das deutsche Komitee des Weltgebetstags unterstützt mit seinen Kollekten Frauenprojekte in der ganzen Welt: Seit 1975 flossen in über 5.100 Projekte in 147 Ländern insgesamt 52 Mio. € als sichtbares Zeichen weltweiter Verbundenheit und Solidarität.
( Autor: DV )