Doppelter Abschied

23.06.2026 | 28. Juni, 9 Uhr: Klinikseelsorge feiert letzten Gottesdienst in der Kapelle des Theresienkrankenhauses - jetzt Brüderklinikum Julia Lanz.

Ein letzter Gottesdienst der Klinikseelsorge findet am Sonntag, 28. Juni, um 9 Uhr in der Kapelle im Theresienkrankenhaus (TKH) – jetzt Brüderklinikum Julia Lanz – statt. Die Feier markiert den Abschied von einem Ort, an dem über Jahrzehnte Menschen in Krankheit, Krisen und Aufbrüchen Trost und Mut fanden. Daher gestaltet die Klinikseelsorge die Feier bewusst für und mit ehrenamtlich Engagierten, Klinikpersonal und Menschen, die der Kapelle über Jahre hinweg verbunden waren oder dort persönliche Lebensmomente erlebt haben. Der Gottesdienst ist bewusst ökumenisch geprägt: Menschen aus katholischer, evangelischer und muslimischer Tradition setzen gemeinsam ein Zeichen des Abschieds und der Verbundenheit. 

Predigen werden Barbara Kraus und Cordula Mlynski, die Fürbitten übernimmt Dorothea Roters. Diakon Professor Peter Ling und Pfarrer Dr. Jörg Lichtenberg gestalten mit Bernhard Karch, der den Gottesdienst musikalisch umrahmen wird, und weiteren Ehrenamtlichen die Feier liturgisch. Teil des Gottesdienstes ist ein symbolischer Übergang ins Diako: die liturgischen Gegenstände der Kapelle werden entfernt, das Ewige Licht wird gelöscht und der Tabernakel geöffnet. 

Einen Schlusspunkt setzt das Seelsorgeteam auch mit der Verhüllung der Glasstele für Lebende und Verstorbene. Diese trägt die Abbilder der beiden Kapellenfenster, die die heilige Teresa von Ávila, die Patronin der Kapelle, sowie den heiligen Vinzenz von Paul zeigen. Beide stehen symbolisch für die Geschichte des Hauses und die Ordensgemeinschaft der Vinzentinerinnen, die das Theresienkrankenhaus gegründet hat. Die Stele wird während des Gottesdienstes verhüllt und in den darauffolgenden Tagen in die Kapelle des Diako überführt. „Damit endet ein weiteres Stück Geschichte mit den Barmherzigen Schwestern und der Hausgemeinschaft des Krankenhauses“, sagt Klinikpfarrer Dr. Jörg Lichtenberg.

Die Seelsorgenden laden besonders diejenigen ein, die sich der Kapelle verbunden fühlen oder dort wichtige Lebensmomente erlebt haben. Im Anschluss an den Gottesdienst ist daher ganz bewusst Raum eingeplant für Begegnung und Gespräch. „Allen, die hier getauft wurden, gefeiert, getrauert, gebibbert und gebetet haben, ihre Ruhe fanden und mit Gott in gutem Kontakt sein konnten, die Freud und Leid miteinander teilten, möchten wir begegnen. Nehmen Sie bitte alle den Geist, den Sie dort spüren durften, mit an andere Orte, wo wir Glaube, Hoffnung und Liebe weiterleben werden“, so Pfarrer Dr. Jörg Lichtenberg und Diakon Detlev Hoppenstock.

Mit dem letzten Gottesdienst endet zugleich die liturgische Präsenz der Klinikseelsorge im Theresienkrankenhaus. „Allen, die die Gottesdienste im Lauf des Kirchenjahres mitgefeiert und mitgestaltet haben und die auch die prägenden Zeiten der Pflegeschule begleitet haben, gilt unser herzlicher Dank und ein aufrichtiges ‚Vergelt’s Gott‘“, betonen die Seelsorgenden, die zum Teil am Diako weiter im Klinikseelsorgeteam im Einsatz sein werden. schu/dv (Bilder: kathma/schu)