Weise-Orgel // Zwölf Apostel, Vogelstang

 
 
Das Orgelportrait dieser Ausgabe dreht sich um das Instrument in Zwölf Apostel auf der Vogelstang. Die wichtigsten Informationen hat Organist Harald Böhme zusammengestellt.

Die Orgel in der Zwölf- Apostel- Kirche auf der Vogelstang wurde im Jahre 1971 durch die Orgelbauwerkstatt Michael Weise aus Plattling in Bayern erbaut.
Die Orgelbauwerkstatt wurde 1889 durch Ignaz Weise in Passau gegründet, die er 1903 nach Plattling verlegt hat. 1919 übernahm Michael Weise den Betrieb und baute ihn zu einem florierenden Unternehmen aus. Nachdem Michael Weise 1969 bei einem Verkehrsunfall tödlich verunglückte, leitet Orgelbaumeister Reinhard Weise ab 1972 das Orgelbaugeschäft.

Neben Orgelneubauten (mehr als 1200 Werke) hat die Firma auch sehr viele Restaurationen aller Größen durchgeführt. Vor kurzer Zeit hat die Firma den Bau neuer Orgeln eingestellt und konzentriert sich von nun an ganz auf das Restaurationsgeschäft. Ähnliche Instrumente wurden in Heidelberg, Sandhausen und Ludwigshafen gebaut. Auch in der St. Laurentius Kirche in Käfertal wurde ein sehr ähnliches Instrument erbaut.

Die Orgel eignet sich sehr gut zur Interpretation der barocken Orgelmusik um Dietrich Buxtehude und Johann Sebastian Bach. Max Reger entdeckte die alten barocken Gattungen wie Choralvorspiel, Fantasie und Fuge sowie Passacaglia wieder und entwickelte sie weiter, deshalb können auch seine Orgelkompositionen sehr gut auf diesem Instrument gespielt werden.

Am 31.Dezember 1981 nahm DKMD Brigitte Fröhlich in der Pfarrei Zwölf Apostel ihre Tätigkeit an dieser Orgel als Bezirkskantorin von Mannheim auf. Bis zu ihrem Wechsel zur Heilig Geist Kirche war sie hier Organistin und Chorleiterin.
 
Hier gibt es die Disposition der Weise-Orgel als Download: