Link-Orgel // St. Bonifatius, Neckarstadt

 
 
Die Orgel in St. Bonifatius wurde 1993 von der Orgelbaufirma Link aus Giengen an der Brenz erbaut. Anfang diesen Jahres wurde daher in einem Orgelkonzert der 25. Jahrestag der Orgelweihe gefeiert. 

Das Instrument verfügt über 3 Manuale und Pedal mit 3657 Pfeifen, verteilt auf 51 Register. Die Orgel in St. Bonifatius ist seit mehr als 50 Jahren der größte Orgelneubau in Mannheim und nach der Klais-Orgel in der Jesuitenkirche immer noch die zweitgrößte Orgel in einer katholischen Kirche in Mannheim. 

Die 4 Teilwerke der Orgel befinden sich mit Ausnahme des Pedals alle auf gleicher Höhe, wodurch die Pfeifen sich weniger schnell verstimmen. Das Hauptwerk mit den großen Pfeifen von Principal 16' im Prospekt wird vom I. Manual aus gespielt und befindet sich links und rechts in den großen Türmen. Das Positiv mit Principal 8' im Prospekt liegt direkt über dem Spieltisch unterhalb der drei Fenster, die beim Orgelneubau in die Prospektgestaltung miteinbezogen wurden.
 
Das Schwellwerk auf dem III. Manual ist mit 14 Registern das größte Teilwerk der Orgel und steht, für den Betrachter nicht sichtbar, hinter dem Positiv. Der Schwellkasten mit 6 Zentimeter starken Wänden besitzt nicht nur Schwelltüren in der Front, sondern auch an den Seiten und auf dem Dach, was enorme dynamische Möglichkeiten eröffnet.  Das Pedal, basierend auf dem Grand Bourdon 32' befindet sich,  ebenfalls nicht sichtbar, aufgeteilt auf beiden Seiten des Schwellwerkes.

Nach der großen Innenrenovation der Kirche wurde die Orgel 2009 von der Erbauerfirma gereinigt und von Orgelbau Lenter neu intoniert. Durch diese neue Intonation von Gerhard Lenter hat das Instrument klanglich sehr gewonnen. Die zahlreichen Klangfarben ermöglichen die Darstellung von Orgelwerken aus allen wichtigen Stilepochen.  Mit ihren insgesamt 12 Zungenstimmen, dem großen Schwellwerk und dem langen Nachhall der Kirche eignet sich die Orgel aber besonders gut für die französische Orgelmusik des 19. und 20. Jahrhunderts.
 
Hier gibt es die Disposition der Link-Orgel als Download: